Anlass der Fachtagung
Der Einsatz von elektrischen Nutzfahrzeugen (e-LKW) spielt in der Decarbonisierungsstrategie des Güterverkehrs eine zentrale Rolle. Seit 2020 steigt der Anteil von e-LKW Zulassungen exponentiell an und hat 2025 einen neuen Rekord erreicht. Ihr Anteil an der Gesamtflotte beträgt derzeit immer noch weniger als 5%, noch immer sind 3 von 4 Zulassungen mit Dieselantrieben. Bis 2030 sollen bereits 13% der LKW elekrtisch sein, bis 2040 sollen mehr als 50%. Langfristig wird ein Energiebedarf von 3 TWh notwendig sein. Die grossen schweizer Transportunternehmen verfolgen eine depot-zentrierte Elektrifizierung.
Der Einsatz von Wasserstoff oder anderen Biotriebstoffen ist noch offen.
Der Markthochlauf wird sich daher über die nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte noch hinziehen und verlangt letztendlich das Management von energiehybriden Fahrzeugflotten, die von der Energieverfügbarkeit, den Energiekosten, der technologischen Entwicklung von Fahrzeugen und Infrastruktur abhängig ist.
Gleichzeitig nehmen die mit der Technologiewahl die Einflussparameter auf den optimierten Einsatz der Flotte zu: technologische Reife (innerhalb der Flotte), Wetter und Temperatur, Ladeinfrastruktur, …)
E-LKW sind vielfach noch Piloten im Einsatz, die Skalierung in der Fläche steht jedoch noch aus und ist durch zahlreiche systemische Hemmnisse geprägt: hohe Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur, volatile Strom- und Betriebskosten, technologische Weiterentwicklung, Betriebseinsatzoptimierung, usw.
Die Engpässe einer Skalierung sind systemisch: Flottenaufbau, Betriebseinsatz, Netz & Leistung sowie öffentliche & private Ladeinfrastruktur.
Die Fachtagung bringt Logistiker, Energieversorger und Technologieanbieter zusammen, um die zentrale Frage zu klären:
Wie gelingt die Skalierung von E-LKW Flotten im Betrieb unter realen Netz-, Infrastruktur- und Betriebsbedingungen ?