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Exportkontrolle bei international tätigen Schweizer KMU

Laufzeit

2017 bis 2018

 

Kurzbeschreibung

Embargos und Sanktionen werden im internationalen Wirtschaftsverkehr immer bedeutender. Die Berücksichtigung der Exportkontrollbestimmungen stellt für auslandsorientierte Schweizer KMU eine besondere Herausforderung dar. Im Rahmen des KTI-Projektes wird ein marktfähiges und innovatives Beratungs- und Schulungsinstrumentarium zum Thema «Exportkontrolle» entwickelt. Zudem wird allen exportorientierten Schweizer KMU durch die Veröffentlichung eines Leitfadens sowie begleitenden Fach- und Medienpublikationen eine praktische Hilfestellung im Umgang mit Exportkontrolle zur Verfügung gestellt.

 

Forschungspartner

Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur, SIFE

 

Ergebnisse

Sanktionen und Embargos sind eine wachsende Herausforderung für im Export tätige Schweizer KMU. Dabei wissen 62 Prozent der KMU nicht, ob ihre Tätigkeit der
Exportbewilligungspflicht untersteht. Ein Leitfaden, der im Rahmen eines Innosuisse Projekts von der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur erarbeitet wurde, schafft Klarheit.

Die Iran-Sanktionen durch die US-Regierung und das weltweite Embargo gegen Nordkorea
sind nur zwei von vielen aktuellen Geschehnissen, welche die Nachrichten dominieren.
Embargos und Sanktionen werden in der internationalen Wirtschaftspolitik und damit für den globalen Wirtschaftsverkehr immer bedeutender. Die Berücksichtigung der
Exportkontrollbestimmungen stellt für auslandsorientierte Schweizer Unternehmen,
insbesondere für KMU, eine besondere Herausforderung dar.

Zum einen kann mangelndes Wissen über rechtliche Bestimmungen zu internationalen
Gesetzesverstössen beim Export führen. Die Folgen sind Bussen, Ausschluss aus Märkten
und Reputationsschaden. Zum anderen kann fundiertes Wissen über rechtliche
Bestimmungen zu attraktiven Marktchancen führen, wenn sich aufgrund politischer
Veränderungen plötzlich Exportbeschränkungen lockern. Um auf dem agilen Weltmarkt
erfolgreich agieren zu können und dabei die rechtlichen Beschränkungen zu befolgen,
benötigen exportorientierte Schweizer KMU innovative Lösungen.


Mangelndes Wissen bei Schweizer Unternehmen
Eine Befragung von 364 Schweizer Unternehmen der deutsch- und französischsprachigen
Schweiz ergab, dass fast drei Viertel der im Ausland tätigen Unternehmen sogenannte Red
Flags (Warnindikatoren, die eine Betroffenheit von Exportkontrolle auslösen z. B. unübliche
Zahlungsmodalitäten) aufweisen. Ausserdem ergab dieselbe Befragung durch das
Schweizerische Institut für Entrepreneurship (SIFE) der HTW Chur, dass sich 62 Prozent derim Aussenhandel tätigen Unternehmen falsch in Bezug auf ihre potenzielle
Exportbewilligungspflicht einschätzen und somit riskieren Gesetze zu verletzen.


Leitfaden zur Exportkontrolle für Schweizer KMU
Eine quantitative Befragung und Interviews mit im Aussenhandel tätigen Unternehmen
wurden im Rahmen eines von der Innosuisse (ehemalige Kommission für Technologie und
Innovation KTI) finanzierten Projekts durch die HTW Chur durchgeführt. Diese Befragungen bildeten die Basis, um ein marktfähiges und innovatives Beratungs- und
Schulungsinstrumentarium gemeinsam mit den Projektpartnern Würth Logistics, Serconec, Safran Vectronix und ACUTRONIC zu erarbeiten. Ein Teil der Ergebnisse wird nun allen auslandsorientierten Schweizer Unternehmen in Form eines Leitfadens kostenlos zur
Verfügung gestellt. Der Leitfaden bietet insbesondere KMU die Möglichkeit rasch zu erkennen, ob diese potenziell von Exportkontrolle betroffen sind oder nicht. Praxis wird mit Theorie kombiniert und anhand eines fiktiven Beispielunternehmens veranschaulicht. Der Leitfaden bietet eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die Prüfung der vier W-Fragen:

  1. Was soll exportiert werden?
  2. Wer ist involviert?
  3. Wohin soll exportiert werden?
  4. Wofür werden die Güter oder Technologien verwendet?

Ausserdem wird die Implementierung eines Internal Compliance Program (ICP) ausführlich erläutert und die Schnittstellen der Exportkontrolle in der Wertschöpfungskette
des Beispielunternehmens dargestellt.


Unternehmensförderung auf wissenschaftlicher Basis
Das Schweizerische Institut für Entrepreneurship (SIFE) der HTW Chur fördert Unternehmen und unterstützt diese bei der Verwirklichung von Veränderungen. Zusammen mit seinen Partnern in Wirtschaft und Forschung sucht das SIFE neue wirtschaftliche, technische, organisatorische und soziale Lösungen und hilft, diese zielgerichtet umzusetzen. Dabei orientiert es sich an der Praxis und wendet aktuelle Methoden der Wissenschaft an. Thematisch fokussiert sich das SIFE auf vier aktuelle Herausforderungen von Unternehmen, namentlich: Innovation (Strategien, Prozesse und Management für neue Angebote), Internationalisierung (Weg in ausländische Märkte), Digitale Strategien (neue Chancen im digitalen Wandel) und Corporate Responsibility (Verantwortung und Nachhaltigkeit).

 

Downloads

Klicken Sie HIER um den Leitfaden zu downloaden

Klicken Sie HIER um den Beitrag der HTW Chur zu downloaden

 

Prof. Urs Jenni
Kontaktperson

urs.jenni@htwchur.ch