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logistics with us!

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Innovation Space

Höfligasse 1-2023Das Logistikum ist Bildungs- und Innovationszentrum für Einkauf, Logistik und Supply Chain Management. Es betreibt am Standort Altdorf/UR ein physisches Labor als  Open Innovation Space für die prototypische Umsetzung von Innovationsideen.

Baulogistik 4.0

Die Baubranche ist eine der wichtigsten Branchen der Schweiz. Sie trägt mit 34.3.2 Mrd. CHF zum Bruttoinlandprodukt bei und ist verantwortlich für mehr als 320`000 Arbeitsstellen. Gleichzeitig hat die Bauindustrie in den letzten 30 Jahren das niedrigste Produktivitätswachstum verzeichnet (BfS) und ist für ca. 25% der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich.

Die digitale Transformation ist im vollen Gang. Neue Technologien wie IoT, BIM oder Industrie 4.0 sollen integriert und die Anwendung von technologischer Substitution von Energieträger vorangetrieben werden. 

Die digitale Transformation in der Bauwirtschaft verspricht eine Effizienzsteigerung von 3.25  Mrd. CHF und eine Reduzierung der Umweltbelastung von 15% pro Jahr. Der Einsatz von neuen Technologien führt zu neuen Methoden, Werkzeugen, Prozessen, Kooperationsformen und Strukturen.

Warum sich der VNL dafür engagiert:

Die Baubranche ist seit vielen Jahren einem zunehmenden Kostendruck ausgesetzt und steht dadurch vor der Herausforderung, die Produktivität signifikant zu steigern. Die hohen Umweltbelastungen sowie die immer knapper werdenden Platz- und Verkehrsflächen zur und auf der Baustelle erfordern zunehmend ganzheitliches Umdenken von logistischen Konzepten, die einen optimalen Transport sowie einen effizienten Ressourcen-, Personal- und Flächeneinsatz ermöglichen. Die Digitalisierung schafft dazu (u.a. durch BIM) neue Möglichkeiten und Potentiale. Ein sich wandelndes Marktumfeld, technologischer Fortschritt und disruptive Neueinsteiger fordern die Baubranche heraus und zwingen sie mehr denn je zum «Reinventing Construction Logistics».

Herausforderung

Umfang und Tiefe der Baulogistik wir jedoch je nach Unternehmung, Stellung in der Wertschöpfungskette und Stakeholder-Sichtweise unterschiedlich verstanden.  Entsprechend unterschiedlich sind ihre Methoden, Verfahren und Lösungsansätze. Es wird daher für Investoren, Bauherren, Architekten, Generalunternehmungen und Bauleitungen nahezu unmöglich die Baulogistik als Bauleistung zu identifizieren und zu beauftragen. Erst die Transparenz und Übereinstimmung eines gemeinsamen und umfassenden Rahmenwerks wird die Voraussetzung dafür schaffen, dass Baulogistik als Bauleistung identifizierbar, gestaltbar und beauftragbar wird. Erst dann kann das Potential der Baulogistik durch die Bauleitung für den Bauherren ausgeschöpft werden.

Zielsetzung

Der VNL unterstützt mit der Arbeitsgruppe Baulogistik 4.0 das gemeinsame Verständnis von Baulogistik im Wertschöpfungssystem Bau. Wir fördern die Entwicklung der Baulogistik als strategischen Hebel, der die Bauvorhaben effizienter, transparenter und nachhaltiger plant und steuert. Wir fördern die Digitalisierung der Baulogistik und deren Einbindung in das BIM durch kooperative Projekte von Bauleitung, Fachplanern, Handel, Logistik und SCM. Wir fördern die Kompetenzentwicklung für eine ganzheitliche Baulogistik auf allen Wertschöpfungsstufen. Sie ermöglicht ein gemeinsames Umdenken beim Design des Wertschöpfungssystems Bau. Ergebnisse werden auf einer Fachtagung Baulogistik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zielgruppe:

  • Bauherren/Immobilienentwickler, Infrastrukturbetreiber, GU/TU – Bauunternehmen
  • Bau- und Verkehrsplaner, Raumentwicklung
  • Bauzulieferer, Baudienstleister, Logistikdienstleister,
  • Technologie- und Softwareanbieter
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • VNL Mitglieder

In der Interestgruppe waren und sind folgenden Unternehmen engagiert:

Die Arbeitsgruppe ist jeweils vor Ort und erfährtso  hautnah die Herausforderungen und Lösungen der praktischen Baulogistik. Go & See Events wurden ermöglicht bei:

  • Implenia, Winterthur
  • Sunrise AG, Zürich
  • Sanitas Troesch AG
  • Walo, Zürich

 


 

Bauen heisst Logistik beherrrschen!

Status Quo am Bau gemnäss der Studie am Lehrstuhl für Baubetrieb der Universität Dortmund:

  • Nur 31% der verfügbaren Zeit auf einer Baustelle wird für Haupttätigkeiten genutzt
  • 29.9% der Zeit werden für die Logistik am Bau verwendet
  • Eine gute Baulogistik dient also der verbesserten Organisation auf der Baustelle
  • Die Ergebnisse einer gut organisierten Baulogistik sind signifikant:
  • Materialflüsse werden strukturiert und synchronisiert
  • Knappe Platzressourcen werden besser genutzt
  • Zeitgewinn in der Bauausführung
  • Kostensenkung durch effektive Baulogistik
  • Gute Baulogistik senkt Lärm- und Schadstoff-emissionen und erhöht die Sicherheit am Bau

Das Schalenmodell der Baulogistik

Das Schalenmodell ist strukturell an das St. Gallener Management Modell angelehnt und erlaubt einen ganzheitlichen Blick auf den Einfluss- und Gestaltungsbereich der Baulogistik. Das Schalenmodell beschreibt die Einfluss-Sphären, die auf die spezifische Ausprägung der Baulogistik wirken.

  • In der innersten Schale wird das Bauprojekt im Lebenszyklus des Bauwerks beschrieben in den Phasen Neubau, Nutzung, Umbau und Rückbau.
  • In einer weiteren Schale wird das Bauobjekt beschrieben: innerhalb der Raumordnung- und planung, als Bauobjekt, in seiner Bauphase und sowie das institutionelle Wertschöpfungsnetzwerk der Leistungsersteller.
  • In der nächsten Ebene werden die wesentlichen Bauprozessschritte beschrieben: Planung, Ausschreibung und Vergabe, Ausführung sowie das entsprechende Leistungs- und Baufortschrittscontrolling.
  • In den äusseren Ebenen wird das Modell mit den einflussnehmenden Stakeholdern ergänzt sowie das Institutionelle, gesellschaftlich-politische und technologische Umfeld und Umwelt.

Interreg Projekt Bauen 4.0

LogobalkenProjekttitel:

Baustelle 4.0: Chancen und Herausforderungen durch den Einsatz des 3D-Druckers Emissionen zu senken. Reduktion der LKW-Transporte, Lärm- und Feinstaubbelastungen durch das optimieren des Bauwesens.

Projektleitung: VNL Schweiz

Projektpartner:

  •  Intralogistik-Netzwerk Baden-Württemberg e.V. 
  •  Frankfurt Economics AG 
  •  NetworkING mbH Prof. Dr. Jörg Föller
  • ZHAW, School of Management and Law
  • Logistikum Schweiz
  • Cablex AG

Zielsetzung:

Das Projekt Baustelle 4.0 hat zum Ziel, durch die Anwendung moderner Produktionsmethoden und Logistikkonzepte, die Belastung für Natur, Umwelt und vor allem den Menschen zu reduzieren. Durch den Einsatz von 3D Druckern wird neben der teilweisen Substitution vom Baustoff Beton, welcher ca. 50% CO2-Produktion auf der Baustelle verursacht (1Kg Beton=500g CO2) und durch die Reduktion von Transporten und Verpackungsmitteln ein positiver Betrag zur Umwelt geleistet. Gerade in grenznahen Bereichen nehmen Transporte aus Kostengründen stetig zu. Die neue Produktionskonzepte entlasten auch die Fachkräfte an der Baustelle und berücksichtigen somit den vieler Orts vorhanden Fachkräftemangel. Durch den Wegfall von Gesundheitsgefährdenden, „niederen Tätigkeiten“ wie beispielsweise das Schlitzefräsen und die damit verbundene Feinstaubbildung, steigert sich die Attraktivität der beteiligten Handwerksberufe. Das Projekt entfaltet seine Wirkung über die Regionen hinaus und leistet somit nachhaltig seinen Beitrag zur Steigerung des Klima-,Umwelt- und Naturschutzes.

 


 

Carsten Leuters
Leitung VNL Interest Group Baulogistik

Herbert Ruile
fachliche & methodische Entwicklung