Logistik Lounge: Networking Event @ Ronal
19.04.12VNL Forum: Supply Risiko Transfer, DnB
07.06.12Best Practice Tag und VNL GV @ Georg Fischer
Im Rahmen einer Kooperation mit der Firma Büro Handel GmbH wurde das Projekt e-Procurement in KMU durchgeführt. Sehr viele KMU's verwenden noch keine e-Procurement Systeme, daher galt es die Voraussetzungen und die Hinderungsgründe von e-Procurement herauszufinden und in der Praxis zu überprüfen. Außerdem wurden Handlungsempfehlungen für e-Procurement Anbieter gegeben, um KMU's als Kunden zu gewinnen.
Ausgangssituation
Die Zeit der Quick Wins mit elektronischer Beschaffung ist vorbei. Tendenziell sind Großunternehmen mit e-Procurement Systemen ausgestattet. Viele KMU scheuen sich, die Vorzüge der elektronischen Anbindung kostengünstig einzusetzen.
Ziel
Das Ziel der DA ist einerseits, die Voraussetzung von e-Procurement zu identifizieren und andererseits die Hinderungsgründe in der Praxis zu überprüfen. Ein bestimmtes Beschaffungsvolumen, Investitionsfähigkeit, hohe Prozesskosten und ein hoher C-Artikelaufwand sind nur einige Voraussetzungen, die für e-Procurement notwendig sind. Zur Erlangung dieser Daten wurde ein Fragebogen online versendet. Zudem wurden Hinderungsgründe wie Sicherheit, Technik, Wissenstand und Mentalität durch Expertengespräche hinterfragt.
Umsetzung
Mit Hilfe eines Fragebogens wurden die Voraussetzungen in der Praxis überprüft. Um die Hinderungsgründe identifizieren zu können, wurden Expertengespräche mit den befragten Unternehmen durchgeführt.
Ergebnis
Um die Voraussetzungen von e-Procurement in der Praxis untersuchen zu können, ist eine im Vorfeld durchgeführte Einkaufsanalyse von den befragten Unternehmen notwendig, um einen Großteil der Fragen objektiv beantworten zu können. Da in den meisten Fällen nur mangelnde Analysen gemacht wurden, sind die Ergebnisse des Fragebogens differenziert zu betrachten. Die Befragung machte deutlich, dass die Prozesskosten und der C-Artikelaufwand als niedrig wahrgenommen werden. Das Beschaffungsvolumen und die Investitionsfähigkeit sind in den meisten befragten Unternehmen zu gering, um DPS oder ASP-DPS rechtfertigen zu können. Die Voraussetzungen für e-Marktplätze, Supplier-Driven-Kataloge, e-Auktionen und e-Ausschreibungen sind gegeben, dennoch sehen KMU's die Vertraulichkeit der Daten und technische Hürden als Hinderungsgründe an. Überdies ist nach Meinung der befragten Unternehmen der persönliche Kontakt zum Lieferanten eine wichtige Basis um Geschäfte zu machen und deshalb wird das Medium Internet als hinderlich angesehen. Der Wissenstand zum Thema e-Procurement ist nach Selbsteinschätzung der Unternehmen mit guten bis mittleren Kenntnissen bewertet worden. Diese Meinung kann ich nicht teilen, weil sich Widersprüche in den Aussagen ergeben haben. Handlungsempfehlungen: Aufgrund der geringen Analysetätigkeit, dass eventuell auf geringes Know-how zurück zu führen ist, wären Vorlagen zur Erstellung einer Prozesskostenrechung oder einer ABC-Analyse eine vorstellbare Maßnahme. Praxisberichte von erfolgreich umgesetzten e-Procurement Projekten und kostenlose Testversionen von e-Procurement Software könnten auch dazu beitragen, die KMU Quote zu erhöhen.
Arbeitsstunden
4 Monate
Projektleitung
Mag. Clemens Bindeus-Fischnalle, http://www.buerohandel.at
Unternehmen
Büro Handel GmbH, http://www.buerohandel.at
Kontakt
Mag. Clemens Bindeus-Fischnaller, cbindeus-fischnaller(at)buerohandel.at
Bereich
Handel
Themenfeld
Systeme & Tools


