Um Abläufe in der Supply Chain beherrschen zu können, müssen diese verwaltet und gestaltet werden. Dies passiert im Rahmen des Prozessmanagements. Ein mögliches Hilfsmittel stellen Prozessreferenzmodelle dar. LogWIN-P ist solch ein Modell und wurde im Rahmen dieses Projektes in der Praxis auf seinen Nutzen erprobt.

Ausgangssituation
Am Forschungsstandort Steyr wurde das Prozessreferenzmodell LogWIN-P entwickelt. Dieses soll nun in der Praxis auf seinen Nutzen erprobt werden.

Ziel
Identifizieren der Nutzen bei Verwendung des Referenzmodells LogWIN-P als auch Erstellung eines Leitfadens zur Anwendung von LogWIN-P in der Praxis.

Umsetzung
Die Praxiserprobung erfolgte in diesem Projekt an einem Kleinunternehmen und einem mittelständischen Unternehmen. Im Rahmen des Projekts wurde das Ziel definiert und ein Konzept zur Vorgehensweise erarbeitet. In ca. einmonatigen Unternehmensprojekten wurden Unternehmensprozesse mittels Interview aufgenommen, die Prozessmodelle der Unternehmen analysiert und mit LogWIN-P verglichen. Die Resultate wurden den Unternehmen präsentiert. Das Projekt wurde dokumentiert und ein Leitfaden in Form von Vorschlägen zur Verwendung von LogWIN-P erstellt.

Ergebnis
Es konnten 3 Nutzen identifiziert werden:

Vorbild hinsichtlich des Aufbaus von Prozessmodellen: LogWIN-P wurde mit Aris in eEPK und WKD Form dargestellt. Daher lässt es sich gut als Vorlage für eine korrekte Darstellung verwenden. Allerdings sind nur Aktivitäten und Ereignisse in LogWIN-P abgebildet. Dieser Nutzen tritt beim Vergleich mit einer anderen Methode als Aris wahrscheinlich nicht oder nur wenig auf. 

Aufzeigen von Schnittstellen: Schnittstellen sind notwendig um die Zusammenhänge im Unternehmen verstehen und gute Ursache-Wirkungsdiagnosen für Prozessschwächen abgeben zu können. LogWIN-P bietet eine sehr ausführliche Darstellung der Schnittstellen. Durch einen Vergleich können Verbesserungsvorschläge für das zu analysierende Modell entstehen. 

Prozessvergleich: Durch das Vergleichen des Unternehmensmodells mit LogWIN-P können auf zweierlei Art Nutzen entstehen. Einerseits durch die direkte Übernahme von Prozessabläufen von LogWIN-P und andererseits durch den Vergleich angestoßener Überlegungen zum Unternehmensmodell.  Der Leitfaden wurde als Handlungsempfehlungen formuliert. Obwohl unterschiedlich stark ausgeprägte Nutzen auftreten können, wird kein differenziertes Vorgehen bei der Verwendung von LogWIN-P zur Prozessanalyse benötigt. Die mögliche unterschiedlich starke Nutzenausprägung sollte bei der Bewerbung neuer Projekte Beachtung finden, damit das betroffene Unternehmen keine überzogene Erwartungshaltung einnimmt.

Arbeitsstunden
600

Projektleitung
DI (FH) Franz Unterbrunner, http://research.fh-steyr.at

Unternehmen
FH OÖ Entwicklungs & Forschungs GmbH, http://research.fh-steyr.at

Kontakt
Mag. Karin Fuchs, http://research.fh-steyr.at

Bereich
Bildung & Forschung

Themenfelder
Systeme & Tools,  Prozessmanagement