Ziel dieses Projektes ist es die Logistikkosten und die logistische Personalstruktur in Oberösterreich und Österreich darstellen zu können. Um dies möglich zu machen stellt diese Arbeit eine Betrachtung der unterschiedlichen Logistikkostendefinitionen dar und beleuchtet verschiedene Studien, die es zu diesem Thema bereits gegeben hat. Zusätzlich dazu werden Kennzahlen beziehungsweise Kennzahlensysteme betrachtet. Diese Ausführungen zielen darauf ab, herauszufiltern, welche Informationen zur Logistikkostenberechnung beitragen können. In weiterer Folge wird eine Methodik "ILM" zur Erhebung des Logistikkostenanteils und der logistischen Personalsstruktur in Oberösterreich und Österreich erstellt und die Vorgehensweise dazu genau beschrieben. Mit Hilfe einer schriftlichen Befragung von Industrie- und Handelsunternehmen werden Daten gesammelt um auf den Logistikkostenanteil in Oberösterreich schließen zu können. Danach wird eine Hochrechnung dieser Daten auf Österreich vorgenommen. Die Leistungs- und Strukturdaten der österreichischen Wirtschaftskammer dienen hierbei als Basisdaten auf die sich die Berechnungen und Hochrechnungen stützen.

Ausgangssituation
Grundsätzlich fehlt eine einheitliche Definition der Logistikkosten, die jedes Unternehmen individuell anwenden kann. Die Verwirklichung einer solchen Definition ist jedoch nur bedingt möglich, da beispielsweise Handel und Industrie, einen unterschiedlichen Fokus der Logistik anwenden und somit auch unterschiedliche Aktivitäten, Personen und Betriebsmittel zu den Logistikkosten rechnen. Das österreichische BIP belief sich 2006 auf 256,02 Mrd. Euro und schätzt man, den Logistikanteil, auf Basis der Daten aus Deutschland, auf 13% - 22% der Gesamtkosten so verdient der österreichische und im speziellen der oberösterreichische Markt eine detaillierte Betrachtung der Logistikkosten sowie der Anzahl der Mitarbeiter, die in der Logistik tätig sind.

Ziel
Ziel der Arbeit ist die Erhebung der Logistikkosten sowie die Erhebung der Anzahl der Mitarbeiter in der Logistik in Oberösterreich und deren Hochrechnung auf Österreich in ausgewählten Branchen.

Umsetzung
Nach der Abklärung der Relevanz des Themas sowie der Darstellung der Forschungsfragen und Ziele der Arbeit. Danach werden die wichtigsten Begriffe diskutiert und erläutert, und der aktuelle Stand der Forschung dargestellt. Das nächste Kapitel stellt den Lösungsweg für das Problem "Erhebung der Logistikkosten und der Mitarbeiter der Logistik" dar. Schrittweise werden die einzelnen Bereiche und Tätigkeiten der Logistikkosten und Logistikmitarbeiter definiert und aufgeschlüsselt. Die Methodik "ILM" wird detailliert beschrieben und die dazu benötigten Daten und Berechnungen dargestellt. Nach Erstellung der Methodik wird die empirische Erhebung, mittels Fragebogen und einer Sekundärerhebung, durchgeführt. Weiters werden die Auswertungen und Ergebnisse nominal sowie mit Hilfe von Graphiken dargestellt. Abschluss der Arbeit ist ein Resümee mit einer kritischen Reflexion und der Beantwortung der Forschungsfragen, sowie einen kurzen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf. Hauptaugenmerk bei dieser Arbeit liegt auf der speziell erstellten Methodik "ILM", die die Logistikkosten sowie das Logistikpersonal definiert und berechnet. Für die Methodik werden einige bereits existierende Definitionen und Ausführungen übernommen sowie eigene Überlegungen angewendet.

Ergebnis
Als Ergebnis können die Logistikkosten und das Logistikpersonal für Oberösterreich und Österreich genannt werden. Die Logistikkosten in der Industrie machen 6,8% und im Handel 13,44% des Umsatzes aus. Dies bedeutet, dass insgesamt in Oberösterreich 4,7 Mrd. € und in Österreich jährlich 28 Mrd. € für Logistik ausgegeben werden. Das Ergebnis der Logistikmitarbeiter zeigt, dass rund 17,6% der Mitarbeiter in der Industrie und rund 8,1% der Mitarbeiter im Handel logistische Tätigkeiten ausüben. Absolut gesehen sind somit rund 37.000 Personen in Oberösterreich und rund 180.000 Personen in Österreich in der Logistik tätig.

Arbeitsstunden
750

Projektleitung
Mag. (FH) Petra Prammer

Unternehmen
Verein Netzwerk Logistik, http://www.vnl.at

Kontakt
Petra Prammer, petra.prammer(at)vnl.at

Bereich
Bildung & Forschung

Themenfeld
Supply Chain Controlling