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19.04.12VNL Forum: Supply Risiko Transfer, DnB
07.06.12Best Practice Tag und VNL GV @ Georg Fischer
DHL startete Anfang 2007 gemeinsam mit TRICON ein Projekt mit dem Ziel, die Logistik für Dienstkleidung vom Hersteller in Asien bis zum Mitarbeiter durch den Einsatz von RFID-Technologie effizienter und noch transparenter zu gestalten.
Ausgangssituation
Deutsche Post World Net hat mit dem in der Logistikbranche einzigartigen DHL Innovation Center ein Zentrum geschaffen, in dem Forscher und Entwickler sowie Technologiepartner aus aller Welt ihr Wissen austauschen und praxisnahe Innovationen für den globalen Einsatz entwickeln. RFID ist eines der Innovationsfelder und so wurde TRICON, ein oberösterreichisches Unternehmen, das sich auf RFID-Lösungen für Logistik spezialisiert hat, Technologiepartner des DHL Innovation Centers.
Im DHL Innovation Center entstehen synergetische Netzwerke für neue Ideen. Hier wird die Entwicklung vom Prototyp bis zum konzernweiten Einsatz beschleunigt. DHL stattet weltweit 110.000 in der Zustellung von Paketen und Expresssendungen tätige DHL-Mitarbeiter mit einer einheitlichen Dienstkleidung aus.
Bekleidungslogistik ist eine der vielversprechenden RFID-Anwendungen. So lag es nahe, das Innovations-
potenzial sowie die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von RFID für die Bekleidungslogistik praktisch am Beispiel der DHL Corporate Fashion zu erproben. TRICON, ein oberösterreichisches Unternehmen, das sich auf RFID-Lösungen für Logistik spezialisiert hat, wurde als Technologiepartner des DHL Innovation Centers für dieses Projekt ausgewählt.
Ziel
Ziel des Projekts war es, die mehrstufige Logistikkette vom Hersteller in Asien bis zum Mitarbeiter durch den Einsatz innovativer RFID-Technologie effizienter und transparenter zu gestalten.
Umsetzung
Im europäischen Verteilerzentrum Hamburg werden die Aufträge kommissioniert, die Kartons und Paletten gepackt und an DHL Freight zur Beförderung übergeben. Die Paletten werden in den Umschlagzentren und im Auslieferlager im Wareneingang identifiziert, auf Vollständigkeit geprüft und der Lieferstatus aktualisiert. Vor der Auslieferung an die Mitarbeiter wird nochmals überprüft, ob der Kartoninhalt vollständig ist.
RFID wird an verschiedenen Punkten in der Lokistikkette für Identifikationsvorgänge auf Artikel-, Karton- und Palettenebene eingesetzt. Wichtige Voraussetzung für die Prozessvereinfachung und -beschleunigung ist die Auszeichnung von Artikeln, Kartons und Paletten mit RFID-Etiketten. So werden beispielsweise bei der Wareneingangskontrolle Kartons mit 100 Kappen auf einer Rollenbahn durch einen RFID-Tunnel befördert. Eine Lichtschranke startet den Lesevorgang, der Kartoninhalt wird berührungslos identifiziert, der Wareneingang automatisch gebucht und mit der Bestellung abgeglichen. Im Fall von Abweichungen signalisiert eine rote Ampel die Notwendigkeit einer manuellen Kontrolle. Wenn man bedenkt, dass bisher jeder Karton geöffnet und der Inhalt manuell gezählt wurde, dann wird deutlich, welche Effizienzsteigerung mit RFID möglich ist.
Ein anderes Beispiel ist die Vereinfachung des Bepackens der Kartons. Musste bisher jeder Artikel mit einem Barcode Scanner identifiziert werden, wird nun der leere Karton auf einen RFID-Packtisch gestellt und alle Artikel hinein gelegt, fertig! Der RFID-Packtisch erkennt automatisch welche Artikel in den Karton gepackt wurden und gleicht diese mit dem Auftrag ab. Fehler werden sofort am Bildschirm signalisiert. Schließlich werden die gepackten Paletten und Kartons an verschiedenen Umschlagpunkten wie zum Beispiel beim Warenausgang automatisch identifiziert, verbucht und mit dem Lieferaviso abgeglichen.
Ergebnis
Die berührungslose und automatisierte Identifikation von Artikeln, Kartons und Paletten entlang der Lieferkette bietet DHL zahlreiche Vorteile:
- Transparenz über den Lieferstatus entlang der Supply Chain
- Deutliche Reduktion der Bearbeitungszeiten
- Reduktion von Fehlerraten und Reklamationen
- Bestandstransparenz und auch die Reduktion von Schwund
Arbeitsstunden
Dieses Projekt wurde von der ersten Idee bis zum Start des Pilotbetriebes in weniger als 12 Monaten umgesetzt.
Projektleitung
Mag. Manfred Pfriemer (Tricon), Andreas Kruse (DHL)
Unternehmen
Tricon, http://www.tricon-rfid.com, DHL Exel Supply Chain http://www.dhl.at
Kontakt
Administrator petra.prammer(at)vnl.at
Bereich
Logistiktechnikanbieter
Themenfeld
Logistiktechnologie


