Logistik Lounge: Networking Event @ Ronal
19.04.12VNL Forum: Supply Risiko Transfer, DnB
07.06.12Best Practice Tag und VNL GV @ Georg Fischer
Erhebung des Optimierungspotenzials der Lagerbuchungen mittels Barcodescannersystem und automatisierter Lagerbestellung bei Erreichung eines Mindestbestandes.
Ausgangssituation
Die Prozesse der Lagerbuchungen sind zurzeit nicht durch ein Prozessmanagementtool (wie z.B. ARIS) erfasst. Keinerlei Lagerbuchungen bei Wareneingang oder bei der Lagerentnahme werden durch ein Barcodescanner-
system unterstützt. Die Buchungen werden manuell in das ERP System, das über die entsprechende Materialwirtschaftsfunktionen verfügt, eingegeben. Automatisierte Lagerbestellungen bei Erreichen eines Mindestbestandes sind derzeit nicht implementiert. Die Bestellungen erfolgen entweder auftragsbezogen oder es sind bei den Artikeln schon Mindestbestände hinterlegt und es werden Bestellvorschlagslisten ausgedruckt, auf der jene Artikel angeführt sind, wo der Mindestbestand unterschritten ist. Auch gibt es bei den meisten Artikeln Mindestbestellmengen bzw. Bestellmengenvorgaben bei Lagerbestellungen. Das Lager unterteilt sich in mehrere Abteilungen, die auch örtlich voneinander getrennt sind. Außerdem erfolgen die Lagerein und -ausgänge auf verschiedene Arten:
1) Zum Teil findet ein VMI durch den Lieferanten statt (ausschließlich im Bereich C-Teile).
2) Da es sich ausschließlich um Auftragsfertigung handelt, wird ein Grossteil nach Erstellung der Pläne direkt kundenauftragsbezogen bestellt. Beim Wareneingang werden die gelieferten Materialien dann jeweils für die einzelnen Aufträge kommissioniert.
3) Die Lagermitarbeiter bestellen gewisse Materialien je nach Verbrauch der Bedarfsträ-ger und aufgrund von Mindestbeständen.
Ziel
Ist-Analyse des Aufwands für Lagerbuchungen (in ARIS) und Erhebung des Optimierungspotenzials anhand der Konzepte "Einführung eines Barcodescannersystems zur Durchführung gewisser Lagerbuchungen" und "Automatisierte Lagerbestellung bei Erreichen eines Mindestbestandes". Es sollen die Prozesse in den verschiedenen Lagern dargestellt und anhand der Modellierung in ARIS festgestellt werden, ob, beziehungsweise in welchen Bereichen der verschiedenen Lager und in welcher Form der Einsatz von Barcodescannern und automatischen Bestellungen wirtschaftlich sinnvoll ist (Zeit spart, Aufwand und Kosten reduziert).
Umsetzung
Saemtliche Lagerprozesse wurden erhoben und in Aris 6.2 dargestellt. Anhand der beschriebenen Ist-Situation wurde nach dem Optimierungspotenzial durch den Einsatz von Barcodescannern gesucht. Es stellte sich heraus, dass das größte Potenzial bei der Warenauslagerung aus den verschiedenen Lägern besteht. Es wurde ein Konzept erstellt, wie man diese Auslagerungsprozesse barcodeunterstützt optimieren kann, anschließend ein Lastenheft erstellt, das diese Anforderungen beschreibt und es wurden 7 potenzielle Anbieter von Barcodelösungen ausgewählt. Da die Lösungen der Anbieter nicht genau den Anforderungen entsprachen, schnittstellenfrei mit dem vorhandenen ERP System zu kommunizieren, wurde zusätzlich gemeinsam mit der firmeninternen IT Abteilung und dem ERP Anbieter eine alternative "in-house Lösung" entwickelt, die lediglich auf externe Hardware zurückgreifen muss. Aufgrund des Kostenvorteils und der Umsetzbarkeit entschied man sich schließlich auch für diese Lösung.
Ergebnis
Die Investition wurde von der Geschäftsführung freigegeben und die Implementierung erfolgt im Jänner 2006. Der Praktikant wird im Rahmen der Implementierung im Jänner (also außerhalb des eigentl. Projekts) noch für einige Manntage unterstützend zur Verfügung stehen, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten.
Arbeitsstunden
600
Projektleitung
Gerald Feldweber - Leiter IT, http://www.fill.at
Unternehmen
Fill Metallbau, http://www.fill.at
Kontakt
Gerald Feldweber, g.feldweber(at)fill.at
Bereich
Maschinen & Anlagenbau
Themenfeld
Logistiktechnologie


